Umsetzungsstärke – Eine Checkliste

Die siebte Kompetenz der transformationalen Führung ist die Umsetzungsstärke. Auch hier werde ich versuchen eine Checkliste zu ermitteln, mit der sich Führungskräfte selbst überprüfen können. Es handelt sich um die letzte Kompetenz der Transformationalen Führung und damit auch das Ende dieser Artikelserie. Um Ihnen die Selbstreflexion zu vereinfachen, habe ich eine Excel Tabelle angefertigt, welche Sie am Ende finden. Dort können aus allen Checklisten die Punkte eingepflegt werden. Anschließend erhalten Sie ein Kompetenzrad, welches Ihnen Aufschluss über die Ausprägung Ihrer Kompetenzen gibt.

Hier geht es zu den bisherigen Checklisten:

Checkliste 1: Vorbild werden und Vertrauen schaffen

Checkliste 2: Motivation durch Herausforderungen und Inspiration

Checkliste 3: Selbststänige und kreative Problemlösung

Checkliste 4: Individuelle Förderung und Coaching

Checkliste 5: Effektive Kommunikation

Checkliste 6: Unternehmerische Haltung

Umsetzungsstärke (Ergebnisorientierung)
Das wichtigste Merkmal transformationaler Führungskräfte sind nicht bühnenreife “charismatische” oder “visionäre” Auftritte. Ihre Kernkompetenz ist die Fokussierung aller Ressourcen auf das, worauf es wirklich ankommt. Nach einer Studie der London Business School und der Uni St. Gallen verfügen nur rund 10 Prozent aller Manager über diese Kompetenz. Dazu gehört vor allem die Fähigkeit, Chancen, Möglichkeiten und Ziele in messbare Ergebnisse umzusetzen (Umsetzungskompetenz). Die „Energiequelle“ des Transformationnalen Führungsstils sind auch Persönlichkeitsmerkmale wie Optimismus, Neugier, Beharrlichkeit und Integrität. Folge: mehr positive Energie, die wesentlich stärker ist als (negative) Energie, die durch Ängste, Zwänge oder “Druck” erzeugt wird.

Auch hier möchte ich aus der Beschreibung wieder die einzelnen relevanten Punkte extrahieren. Um Entwicklungspotenzial sichtbar zu machen, setze ich eine Skala zur Erfüllung der Kompetenz dazu. Die Erfüllung der Kompetenz wird anhand von zu bewertenden Situationen abgeleitet. Die abgeleitete Erfüllung wird in einem Score notiert.

1. Umsetzungskompetenz

Beispiel 1a: Ihnen fällt es leicht im beruflichen Alltag die wesentlichen Dinge von den unwesentlichen zu trennen. Sie haben also keine Schwierigkeiten klare Prioritäten zu treffen.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

Beispiel 1b: Ihnen ist klar, dass Sie für gute Ergebnisse auch eine gute Stimmung benötigen. Daher sind Sie sehr achtsam gegenüber Ihren eigenen Gefühlen. Wenn Sie negative Emotionen feststellen, suchen Sie konkret nach Möglichkeiten diese durch positive Emotionen (z.B. Vorfreude) zu ersetzen.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

Beispiel 1c: Sie vertrauen auf Ihre Fähigkeiten und wissen, dass sie Sie ans Ziel bringen werden. Dabei ist Ihnen klar, dass bestimmte Dinge auch mal länger brauchen können und von Ihrer Seite Geduld erfordern.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

Beispiel 1d: Sie versuchen stets so früh wie möglich Hindernisse und Probleme zu erkennen und aus dem Weg zu räumen. Das erleichtert Ihnen die Umsetzung Ihres Vorhabens ungemein. Sie scheuen dafür auch nicht kreative Problemlösungen.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

Beispiel 1e: Ihnen ist klar, dass ein Ziel nur erreicht werden kann, wenn Sie selber die Disziplin aufbringen es auch über einen längeren Zeitraum zu verfolgen. Dabei kommt es zu Ablenkungen und Frustrationen, welche Sie aber als gegeben hinnehmen und nicht als Grund zur Aufgabe des Vorhabens.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

2. Energiequelle

Beispiel 2a: Sie sind der felsenfesten Überzeugung, dass die Zukunft für Sie mehr positive als negative Dinge bereit hält.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

Beispiel 2b: Sie Fragen sich öfters, was hinter vermeintlichen Tatsachen steckt. Ihnen ist es wichtig auch einen Blick hinter den Horizont und über den Tellerrand zu werfen.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

Beispiel 2c: Sie vertrauen Ihrem Bauchgefühl auch wenn Andere Sie vor Torheit warnen und lassen sich nicht ablenken.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

Beispiel 2d: Ihnen sind Moral und Ethik sehr wichtig. Sie wissen, Sie können eine Entscheidung nur mittragen, wenn Sie Ihren eigenen moralischen und ethischen Grundsätzen entspricht.

(1 – Trifft eher nicht zu / 5 – Trifft zu)

 Auswertung aller Checklisten

Sie haben es geschafft. Sie haben nun alle Checklisten zur Überprüfung Ihrer Kompetenzen zur Hand. Jetzt fehlt nur noch eine adäquate Methode, diese auszuwerten. Klar, das lässt sich mit Papier und Stift realisieren, doch möchte ich Ihnen lieber eine Excel-Tabelle an die Hand geben. Mit dieser können Sie Ihre Kompetenzen auf einen Blick in einem Kompetenzrad überprüfen. Download der Excel-Tabelle.

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